Bis zu diesem Punkt hatte ich das Gefühl, es wäre erträglich, irgendwie bestreitbar. Jetzt pflanzt sich mir ein neuer Gedanken ein: "Halte durch." Doch ich kann kein Ziel erkennen, kein Ende. Hätte ich die Gewissheit, dass es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder besser ist, nicht einmal gut, könnte ich meine Kräfte mobilisieren, meine Fassade aufrecht erhalten, aber ich fühle mich wie der weiße Hase aus Alice im Wunderland: die Zeit rennt davon, die Uhr tickt und ich falle bloß. Tiefer und tiefer. Obwohl ich meine Hände ausstrecke nach irgendeinem Halt, bekomme ich nichts zu fassen, das mich vor dem Fall in die Unendlichkeit bewahren oder mich zumindest bremsen könnte.
Ich bin Teilnehmer des Laufes um mein eigenes Leben und egal, wie oft ich mich selbst auch einhole, lande ich doch bloß wieder am Ende, bin das Schlusslicht, das das Ziel nicht erahnen kann.
Ich weiß nicht, wie lange das noch gut geht und bis wohin meine Kraft ausreicht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen