Ich bin gut darin, mich selbst zu belügen, die Wahrheit hinter leeren Phrasen zu verstecken, den eigentlichen Sinn unter vermeintlich rationalen Gedanken zu vergraben.
Ich habe meine Medikation nicht runter dosiert, weil ich Angst vor bisher unbekannten Langzeitfolgen habe, sondern weil ich wieder mehr will von der Dunkelheit und die Verantwortung aus meinen Händen gleiten lasse. Ich will Freunde zu Feinden machen und wieder mein Spiel mit euch spielen. Jenes, bei dem es keine Gewinner, sondern bloß Verlierer gibt. Doch was gibt es zu verlieren, wenn man das Leben nicht schätzt und schon am Morgen bloß darauf wartet, dass die Zeit verstreicht und man sich der Nacht wieder hingeben kann.
Kälte fließt durch meine Adern und verscheucht die Hoffnung auf ein Happy End. Denn Happy Endings gibt es bloß in kitschigen Liebesfilmen und nicht im Drehbuch des wahren Lebens.
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