Dieses Pochen im Kopf, das mich im Takt meines Herzschlags daran erinnert, dass ich noch lebe und mich gleichzeitig davon abhält. Es ist fast schon zu einer Konstanten geworden, da, wenn ich es gern hätte und da, wenn ich es nicht gebrauchen kann. Ein willkommener Grund mein Bett nicht zu verlassen, wenn die Dunkelheit meiner Seele mich überfällt und ein unüberwindbares Hindernis, wenn ich bereit bin, mich dem Tag zu stellen. Es begleitet mich auf Schritt und Tritt, wird sogar stärker, je mehr ich mich anstrenge. Und anstrengend ist es sogar, die Treppe hoch zu gehen.
Ich war auf dem Weg in ein gesundes Leben, hatte bereits ein gutes Stück zurück gelegt, bis plötzlich eine falsche Abzweigung aufkam: ACHTUNG Kopfschmerzen! Nicht so, wie Achtung Lawinengefahr oder Achtung Rutschgefahr, wenn man sich des Risikos bewusst ist und sich willentlich dafür entscheidet diesen Weg trotzdem zu betreten. Mir blieb keine Wahl, keine Entscheidungsmöglichkeit, ich wusste nicht einmal auf was ich mich einließ. Keine Vorwarnung, kein Beipackzettel in dem man die Nebenwirkungen vorher genau studieren kann, kein Taktieren des Gegners. Habe keinen Kompass und keine Karte und fühle mich nicht wichtig genug um Hilfe zu erbitten. Habe trotzdem den Termin beim Arzt gemacht, nicht meinetwegen, sondern seinetwegen.
Mittlerweile wünsche ich mir, dass ein riesiger Tumor in meinem Hirn wächst, denn verdient hätte ich es nach alldem, was ich meinem Körper angetan habe. Viel schlimmer wäre es zu hören, dass es psychosomatisch ist. Phantomschmerzen. Wenn ich mir das alles nur einbilde, dann will ich nicht wissen, wie sich echte Schmerzen anfühlen.
Hatte mir geschworen nicht mehr zu bloggen, nicht mehr in diese Illusionswelt abzurutschen. Doch was ist wirklich Illusion und was Realität? Hinter all diesen surrealen Namen und Texten stecken doch reale Menschen, die ihre realen Probleme bloß auf einer illusionistischen Ebene abstellen. Vielleicht, um wenigstens einen einzigen Augenblick die Last auf ihren Schultern nicht mehr spüren zu müssen.
ich hab dich hier so, so vermisst! und ich mache mir auch sorgen, dass du wieder viel zu tief in diesen ganzen abgrund gesogen wirst, aber wie du schon gut ausgedrückt hast: manchmal kann es einem wirklich die last von den schultern nehmen, man muss nur aufpassen, dass es ein gesundes maß behält! ich denke die letzten wochen wieder ganz oft an dich und ich hatte mir immer gewünscht, dass du wieder bloggst! nicht nur, weil ich wissen möchte, wie es dir geht, sondern weil ich es auch immer schade gefunden habe, dass ich deine texte, die so gut geschrieben sind, nicht mehr lesen konnte. beziehungsweise keine neuen mehr zu gesicht bekommen habe. ich bin so stolz auf dich, dass du noch lebst, weil ich mich leider auch an gewisse konversationen zwischen dir und mir erinnern kann! ich hab dich so lieb! wahrscheinlich glaubst du das jetzt nicht, vielleicht auch doch, aber mir ist wichtig, dass du weißt, dass ich froh bin, dass es dich noch gibt! :)
AntwortenLöschenschön dass du wieder da bist :)
AntwortenLöschen[Vollkommen aus dem Kontext gerissen, aber: Ich habe kürzlich in Fb gesehen, dass du mit deinem Freund in demselben Restaurant essen warst (in derselben Stadt :o), in dem ich vor einigen Monaten mit meinem war. Und die beiden tragen zu allem Überfluss auch noch denselben Vornamen :D Fand ich... lustig.]
AntwortenLöschenMan kann sich nicht schwören, niemals wieder mit dem Bloggen aufzuhören. Das wäre, wie sich Bücher, Filme, Musik und Träume zu verbieten. Und im Endeffekt ist nicht Blogspot die Illusion, in die du abrutschst - sondern die, die du dir selbst schaffst. Je nachdem, was man daraus macht, kann man aus diesem "Hobby" so viel Kraft schöpfen. Du hast ein unglaubliches Schreibtalent und dazu auch noch sehr interessante Gedankengänge. Ich finde es immer wieder schade, wie wenig du davon teilst...
Deine Texte werden immer die tollsten, bedeutsamsten sein
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